2.4.2024
Neues teNeues Coffee Table Book "Barbie – Die Ikone"
Barbiecore: Ein Modetrend mit zeitloser Faszination und grenzenloser Inspiration
Barbiecore gilt seit dem letzten Jahr als einer der größten Modetrends. Auf den Plattformen TikTok und Instagram dominiert die knallpinke Farbe, modebegeisterte User aus ganzer Welt tragen laute, schrille und hyperfeminine Outfits. Sicherlich hat der Kinofilm aus dem Sommer 2023 den Barbie-Hype ordentlich angekurbelt. Die viralen Bilder von Margot Robbie in Barbies Outfits hat kaum eine Fashionista unbeeindruckt gelassen.
Die Faszination rund um die Spielpuppe hält auch über den Film hinaus an. So hat das Design Museum in London gerade eine große Ausstellung zu den ikonischsten Mattel-Modellen angekündigt. Sonderlich überraschend ist das nicht, denn Barbie ist mehr als ein schnelllebiger Trend. Bereits seit ihrer Markteinführung im Jahr 1959 begeistert und inspiriert sie Millionen von Menschen, indem sie eine Einladung in eine Fantasiewelt verkörpert.
Die Ankleidepuppe regt nicht nur kleine Mädchen zum Träumen an, sie lässt auch die Herzen längst erwachsener Frauen höherschlagen. Barbie kann alles sein. Heute Ärztin, morgen Präsidentin. Ihr sind keine Grenzen gesetzt. Damit ist der Spielzeugklassiker zu einem Sinnbild unserer Sehnsucht nach Individualismus geworden.
Barbie auf der Leinwand: Die Botschaft von Selbstverwirklichung und Stilbewusstsein
Gleichzeitig findet dank ihr aktuell ein Rebranding der Tussi statt. Mit ihrer hyperfemininen Ästhetik beweist Barbara Millicent Roberts (Barbies eigentlicher Name), dass mehr als Oberflächlichkeiten in ihr steckt. Und warum ist es überhaupt ein gesellschaftliches Problem ein süßes Outfit anzuhaben und trotzdem erfolgreich in seinem Job zu sein?
Barbie muss sich nicht entscheiden. Sie darf gut aussehen und Karriere machen. Das erinnert stark an das Schicksal von Elle Woods, gespielt von Reese Witherspoon im Film „Einfach Blond“. Diese studiert Jura an einer amerikanischen Eliteuni, wird von ihren Kommilitonen aber nicht ernst genommen, weil sie sich für ihr Styling und ihr Studium gleichermaßen interessiert.
Der Kinofilm dreht diese Strukturen einmal um und lässt Barbies Freund Ken, gespielt von Ryan Gosling, erfahren, wie es sich anfühlt, einfach nur ein nettes Accessoire zu sein. Ein schönes Gesicht und der Traumkörper, das zählt. Warum sollte er sich denn auch in seinem Job verwirklichen wollen, wenn er neben Barbie gut aussehen darf?
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Zwischen Ideal und Realität
Barbies Motto „Du kannst alles sein“ stellt eine Vision von Selbstbestimmung und Unabhängigkeit dar. In ihrer Lieblingsfarbe Pink gekleidet strahlt sie Lebensfreude und Positivität aus. Als Spielzeug können junge Mädchen ihre Träume und Vorstellungen auf die Modepuppe projizieren. Wenn diese Mädchen dann erwachsen werden, werden sie selbst zur Barbie. Oder eben auch nicht, denn kaum eine kann eine derartige Perfektion wie ihr Vorbild aufweisen.
Barbie entspricht einem stark kritisierten Ideal, das kaum eine echte Frau erreichen kann – nicht nur optisch. Eine scheiternde Barbie gibt es nicht. Wo ist die Barbie, die sich gerade frisch von ihrem Ehemann getrennt hat und nun versucht neben ihrem 40h-Job noch das gemeinsame Kind großzuziehen?
„Es ist alles eine Frage der Perspektive“ würde die stets optimistische Spielzeugpuppe wahrscheinlich darauf antworten. Auf jedes Tief kommt auch wieder ein Hoch und Barbie spiegelt eben nicht das echte Leben wider, sondern eine Traumwelt. In dieser werden nur die Hochphasen des Lebens abgebildet, die uns echten Menschen zeigen soll, was alles möglich ist.
Vielleicht tut es auch einfach gut, diese Einladung zum Eskapismus hin und wieder anzunehmen, wenn uns die tatsächliche Welt mal wieder zu negativ wird. Barbies Welt ist durchaus idealisiert, aber sie schenkt uns Hoffnung auf einen Ort, an dem man alles sein kann.
Und überhaupt sollte nie vergessen werden, dass Ikonen immer als Symbol für etwas Größeres stehen. Sie sind vereinfacht, dass sie schnell erkennbar sind und sich möglichst viele mit ihnen identifizieren können. Trotz ihrer Reduzierung auf wenige Merkmale, was ihnen ihre Menschlichkeit nimmt, besitzen sie erheblichen Einfluss.
Eine Ikone besitzt die Fähigkeit, über zeitliche und geografische Grenzen hinweg zu wirken. Ihr Einfluss ist nicht auf eine bestimmte Ära oder Region beschränkt, sondern bleibt relevant und inspirierend über Generationen und Kulturen hinweg. Es bleibt somit nicht aus, dass sie oftmals kontrovers und polarisierend erscheinen, da sie eben verschiedene Meinungen und Interpretationen hervorrufen.
Das letzte Meisterwerk von Andy Warhol
Die Pop-Art-Legende Andy Warhol war darauf konzentriert, Alltagsgegenstände und populäre Kultur zu thematisieren und zu verherrlichen. Er porträtierte zahlreiche Prominente wie Marilyn Monroe und Liz Taylor (von denen auch Barbie inspiriert wurde) und verlieh ihnen einen ikonischen Status, der über ihre individuellen Persönlichkeiten hinausging. Barbie war übrigens die letzte Ikone die Andy Warhol vor seinem Tod gemalt hat. Heute gilt sein Barbie-Portrait als zeitloses Kunstwerk und ist weltberühmt.
Wer mehr über Barbie als Ikone erfahren möchte, sollte sich schnell den brandneuen Barbie-Bildband, der erste offizielle in deutscher Sprache, sichern und damit Barbiecore vom Kleiderschrank auf den Coffee Table bringen!
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